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KomNet-Wissensdatenbank

Arbeiten im Niederspannungsbereich (Kfz-Elektrik)

KomNet Dialog 1344

Stand:

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Reparaturen, Wartungsarbeiten

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Frage:

Als KFZ-Elektriker ausgebildete Personen dürfen nur im Niederspannungsbereich Arbeiten durchführen. Nun wird diese Grenze spätestens mit der Einführung der Brennstoffzellentechnik überschritten. Wie kann ein KFZ-Elektriker weiterqualifiziert werden, um Arbeiten an solchen Aggregaten bzw. grundsätzlich in höheren Spannungsbereichen durchführen zu können? (Die BGR 157 schreibt in Abschnitt C 5.30 vor, dass der Unternehmer Arbeiten an der KFZ-Elektrik nur von ausgebildeten Fachkräften durchführen lassen darf).

Antwort:

Der Niederspannungsbereich bezieht sich auf Spannungswerte zwischen 50 und 1000 V. Die übliche Betriebsspannung in Kraftfahrzeugen beträgt 12-42 V. Dies ist der Kleinspannungsbereich und nicht der Niederspannungsbereich. Selbst wenn aufgrund der Einführung der Brennstoffzellentechnik höhere Spannungen zum Einsatz kämen, wäre die Niederspannungsrichtlinie hier nicht anwendbar. Die Niederspannungsrichtlinie ist nur zuständig für elektrische Betriebsmittel. Kraftfahrzeuge sind jedoch kein elektrisches Betriebsmittel und fallen somit nicht unter den Anwendungsbereich der Niederspannungsrichtlinie. Für eine Weiterqualifizierung von KfZ-Elektrikern wird empfohlen, sich z.B. an den zuständigen TÜV zu wenden, der auch über die nötigen Hintergrundinformationen verfügt. (Stand: 01.07.2002)