Inhaltsbereich
Seitentitel

KomNet-Wissensdatenbank

Müssen wir die Stoffe auch dann der ECHA melden, wenn der Import bereits im Jahr 2009 erfolgte und diese Stoffe dank einer Weiterentwicklung aktuell nicht mehr in diesen Produkten vorhanden sind?

KomNet Dialog 13418

Stand: 04.04.2011

Kategorie:

Dialog
Favorit

Frage:

Seit Beginn des Jahres 2011 müssen die Stoffe der Kandidatenliste, die in einer Konzentration >0,1% in Erzeugnissen enthalten sind, der ECHA gemeldet werden. Müssen wir die Stoffe auch dann der ECHA melden, wenn der Import bereits im Jahr 2009 erfolgte und diese Stoffe dank einer Weiterentwicklung aktuell nicht mehr in diesen Produkten vorhanden sind?

Antwort:

Für die Meldung von Stoffen in Erzeugnissen an die ECHA gibt es folgende Verpflichtungen und Kriterien:
Ein SVHC Stoff in einem Erzeugnis muss dann der ECHA gemeldet werden, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
-Der Stoff ist in einer Konzentration >0,1 Massenprozent und in einer Menge von > 1 Tonne pro Jahr und Produzent/Importeur enthalten.
-Der Stoff wurde noch nicht für diese Verwendung registriert.
-Eine Freisetzung kann bei normalen oder vernünftigen Gebrauch einschließlich Entsorgung NICHT ausgeschlossen werden.

Diese Verpflichtung gilt aber erst ab dem 01.06.2011 und 6 Monate nachdem der betreffende Stoff als SVHC Stoff ermittelt wurde. Wenn ihr Erzeugnis aktuell nicht unter die o.g. Kriterien fällt, haben Sie diesbezüglich keine Meldepflichten. Sollten Sie noch Restbestände des "Vorgängerproduktes" in Verkehr bringen, so müssen Sie ggf. Informationspflichten innerhalb der Lieferkette beachten. Die von Ihnen angesprochene Meldepflicht zum Januar dieses Jahres gab es nur für Stoffe und Stoffe in Gemischen, nicht aber für Stoffe in Erzeugnissen.