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Wann ist eine Batterieladestation mit dem Ex-Kennzeichen zu kennzeichnen? Muss die Batterieladestation im Ex-Schutzdokument aufgeführt werden?

KomNet Dialog 13278

Stand: 19.12.2014

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Explosionsschutz, Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen > Explosionsschutzdokument

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Frage:

Thematik: Batterieladestationen für Flurförderfahrzeuge Wann ist eine Batterieladestation mit dem Ex-Kennzeichen zu kennzeichnen? Muss die Batterieladestation im Ex-Schutzdokument aufgeführt werden?

Antwort:

Anforderungen an Batterieladestationen werden in der DGUV Information 209-067 "Ladeeinrichtungen für Fahrzeugbatterien" (bisher BGI 5017) und dem Sonderdruck - SP 02 "Einsatz von Flurförderzeugen - Batterieladeanlagen für Flurförderzeuge" der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) beschrieben.

Dort wird u. a. ausgeführt, dass wenn die Batterieladestation den Anforderungen im Abschnitt 3.2 (Explosionsschutz und Lüftung) der DGUV Information 209-067 entspricht, gelten die Räume/Bereiche als nicht explosionsgefährdet, da durch Lüftungsmaßnahmen das Auftreten explosionsgefährdeter Atmosphäre sicher verhindert wird. Gemäß der Einstufung ist die Kennzeichnung entsprechend Abschnitt 6 der der DGUV Information 209-067 auszuwählen.

Kann die explosionsfähige Atmosphäre nicht sicher verhindert werden, müssen Explosionsschutzmaßnahmen im Rahmen eines Explosionsschutzkonzeptes ausgewählt und bewertet werden. Das gilt nicht für den gesamten Raum oder Bereich einer Batterieladeeinrichtung, sondern für den Teilbereich, in dem gefährliche explosionsfähige Atmosphäre (g. e. A.) auftreten kann. Die getroffenen Maßnahmen müssen dann in einem Explosionsschutzdokument festgehalten werden (§ 6 Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV).

Auch wenn festgestellt wird, dass keine g. e. A. entstehen kann bzw. sicher verhindert wird, muss formell ein Explosionsschutzdokument erstellt werden. Dieses ist dann jedoch relativ kurz und endet mit der Feststellung, dass mit Mitteln des primären Explosionsschutzes die Betriebssicherheit hergestellt ist und gewährleistet wird. Somit sind weitere Maßnahmen des sekundären und/oder tertiären Explosionsschutzes nicht mehr erforderlich (§ 2 Abs. 10 BetrSichV).