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Einschränkungen bei implantiertem Pacer-Defibrillator aus arbeitsmedizinischer Sicht

KomNet Dialog 1326

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Besondere Zielgruppen > Leistungsgewandelte Arbeitnehmer/innen, (Schwer-) Behinderung

Dialog
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Frage:

54jähriger Dreher, der an CNC- Maschinen ( Bstückung von CNC-Maschinen mit Halbfertigteilen, Gewicht max. 1- 5 Kg, max.70x Tag überwiegend im Stehen,keine Zwangshaltung ) in Früh- und Spätschicht arbeitet in einer Textilmaschinenfabrik. Im Januar 2000 wird eine Myokarditis mit gehäuften ventrikulären Tachykardien diagnostiziert. In  einer Universitätsklinik wird ein `Pacer-Cardioverter-Defibrillator` dauerhaft implantiert. Nach mehrfachen negativen Herzmuskelbiopsien und stationärem Rehaklinikaufenthalt fühlt sich der Patient jetzt wieder voll belastbar und beschwerdefrei. Von der Krankenkasse wird eine stufenweise Wiedereingliederungsmaßnahme geplant. Frage: Welche Einschränkungen müssen hinsichtlich des dauerhaft implantierten Pacer - Cardioverter - Defibrillators aus arbeitsmedizinischer Sicht berücksichtigt werden ?      

Antwort:

Unter den angegebenen körperlichen Belastungen bestehen grundsätzlich keine Bedenken für die stufenweise Wiedereingliederung. Folgendes ist zu beachten: - Der Entlassungsbericht der zuletzt behandelnden Reha-Klinik muss zur Belastung und zur Berufsförderung Angaben enthalten, die zu berücksichtigen sind. - Der Hausarzt bzw. der behandelnde Internistmuss seine Zustimmung gegeben haben. - Bei stufenweise Wiedereingliederung wird auch der medizinische Dienst der Kassen eingeschaltet. - Bei Arbeiten in starken elektromagnetischen Feldern ist eine Rückfrage erforderlich. - In Zweifelsfällen ist ein Langzeit-EGK während der stufenweisen Wiedereingliederung angezeigt. - Der Arbeitnehmer sollte regelmäßig kardiologisch kontrolliert werden. (Stand: 30.12.2004)