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Welche Richtlinien gibt es für Vorsorgeuntersuchungen bei Kältearbeitsplätzen?

KomNet Dialog 12459

Stand: 14.06.2012

Kategorie: Gesundheitsschutz > Arbeitsmedizinische Vorsorge > Untersuchungspflichten

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Frage:

Welche Richtlinien gibt es für Vorsorgeuntersuchungen bei Kältearbeitsplätzen?

Antwort:

Für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen gelten mit Inkrafttreten der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge - ArbMedVV vom 18.12.2008 ausschließlich die Regelungen dieser Verordnung.

Pflichtuntersuchungen sind z.B. notwendig bei Tätigkeiten mit extremer Kältebelastung (– 25° Celsius und kälter) gemäß Teil 3 Anhang ArbmedVV.

Zur Anpassung an die ArbMedVV werden die berufsgenossenschaftlichen Grundsätze BGI 504-ff - sofern noch nicht erfolgt - als Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge formuliert. Die Handlungsanleitungen konkretisieren dann die ArbmedVV. Weitere Informationen zu der Thematik werden unter www.dguv.de/inhalt/praevention/fachaus_fachgruppen/arbeitsmedizin/produkte/index.jsp  angeboten.

Der berufsgenossenschaftliche Grundsatz - BGI 504-21 "Auswahlkriterien für die spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 21 - Kältearbeiten" (http://publikationen.dguv.de) ist noch nicht angepasst worden. Er kann allerdings als Auslegungshilfe verwendet werden, sofern er nicht im Widerspruch zur ArbmedVV steht.

Auf die Broschüre "Ergonomische Gestaltung von Kältearbeitsplätzen" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin weisen wir hin.