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Meine Bildschirmarbeitsbrille bereitet mir bei der Arbeit am Bildschirm im Gegensatz zu meiner privaten Brille größte Probleme.

KomNet Dialog 1204

Stand: 09.09.2009

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Sicherer Transport > Belastungen durch Biostoffe

Dialog
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Frage:

Ich habe mir nach den Vorgaben meines Arbeitgebers eine Bildschirmarbeitsplatzbrille zum Krankenkassenfestpreis gekauft. Im Gegensatz zu meiner privaten Brille bereitet mir diese Brille am Bildschirm größte Probleme. Aufgrund von ständigen Reflexen, sowohl auf den Gläsern als auch auf der Kunststofffassung, stellen sich nach kurzer Zeit Kopfschmerzen, Augenflimmern und Konzentrationsstörungen ein. Wie sollte man in einem solchen Fall vorgehen, um Material zu bekommen, das beim Dauereinsatz am Bildschirm keine Gesundheitsschäden verursacht? Insbesondere beim langfristigen Einsatz befürchte ich Sehkraftverluste.

Antwort:

Generell gelten nach der Bildschirmarbeitsverordnung die folgenden Vorschriften: "§ 6 (1) Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten vor Aufnahme ihrer Tätigkeit an Bildschirmgeräten, anschließend in regelmäßigen Zeitabständen sowie bei Auftreten von Sehbeschwerden, die auf die Arbeit am Bildschirmgerät zurückgeführt werden können, eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens durch eine fachkundige Person anzubieten. Erweist sich aufgrund der Ergebnisse einer Untersuchung nach Satz 1 eine augenärztliche Untersuchung als erforderlich, ist diese zu ermöglichen. (2) Den Beschäftigten sind im erforderlichen Umfang spezielle Sehhilfen für ihre Arbeit an Bildschirmgeräten zur Verfügung zu stellen, wenn die Ergebnisse einer Untersuchung nach Absatz 1 ergeben, dass spezielle Sehhilfen notwendig und normale Sehhilfen nicht geeignet sind." Wenn trotz des Tragens einer speziell für diesen Arbeitsplatz benötigten Sehhilfe weiterhin gesundheitliche Probleme in Form der geschilderten Symptome (Kopfschmerzen, Augenflimmern, Konzentrationsstörungen) auftreten, sollte der Betriebsarzt eingeschaltet werden, um den Arbeitnehmer gemäß der Bildschirmarbeitsverordnung nochmals zu untersuchen. Je nach Ergebnis der Untersuchung kann auch das Einschalten eines Facharztes für Augenheilkunde notwendig sein, um eine weitergehende Diagnostik anzuschließen. Im Ergebnis der Untersuchung ist festzuhalten, ob die zur Verfügung gestellte Sehhilfe den Anforderungen genügt und damit eine ausreichende Sehfähigkeit am Bildschirmarbeitsplatz erreicht werden konnte oder zusätzliche Maßnahmen eingeleitet werden müssen (Umgestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes (Tisch, Bürostuhl, Beleuchtung), Änderung der Sehhilfe). Stand: 19.12.2002