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Ist der Laserschutzbeauftragte auch als fachkundige Person gem. der Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung anzusehen?

KomNet Dialog 12010

Stand: 22.09.2010

Kategorie: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Beauftragte / Bestellte > Laserschutzbeauftragte

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Frage:

Ist der Laserschutzbeauftragte auch als fachkundige Person gem. der Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung anzusehen?

Antwort:

§ 5 Abs. 1 der Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung - OStrV) verpflichtet den Arbeitgeber sicherzustellen, dass die Gefährdungsbeurteilung, die Messungen und die Berechnungen nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. Verfügt der Arbeitgeber nicht selbst über die entsprechenden Kenntnisse, hat er sich fachkundig beraten zu lassen.

In der Begründung zur Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2006/25/EG zum Schutz der Arbeitnehmer vor Gefährdungen durch künstliche optische Strahlung und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen (Bundesrat Drucksache 262/10 vom 29.04.2010) wird die Fachkunde folgendermaßen erläutert:
"§ 5 Absätze 1 und 2 stellen die fachkundige Erstellung der Gefährdungsbeurteilung und die fachkundige Durchführung von Messungen und Berechnungen gemäß Anforderungen in Artikel 4 Absatz 2 der Richtlinie 2006/25/EG sicher.
Zur Fachkunde gehören insbesondere die während der Ausbildung und die beruflich erworbenen besonderen Kenntnisse und Erfahrungen am Arbeitsplatz hinsichtlich der Anforderungen aus dieser Verordnung. Bei Vorliegen dieser besonderen Kenntnisse und Erfahrungen können zum Beispiel Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte die Fachkunde im Sinne dieses Verordnungsentwurfes für sich in Anspruch nehmen."
  (http://www.bundesrat.de/cln_161/SharedDocs/Drucksachen/2010/0201-300/262-10,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/262-10.pdf)

Sofern die besonderen Kenntnisse und Erfahrungen am Arbeitsplatz hinsichtlich der Anforderungen aus der OStrV - speziell bei der Messung und Berechnung der Exposition von künstlicher optischer Strahlung - bei Laserschutzbeauftragten vorliegen, sind diese auch fachkundig. Auf die BG-Information - BGI 5006 "Expositionsgrenzwerte für künstliche optische Strahlung" weisen wir hin. Siehe auch http://www.bgetem.de/praev/praev_e-technik_laser.html.

Hinweis: Im Anhang 3 der Unfallverhütungsvorschrift "Laserstrahlung" (BGV B2/GUV-V B2) sind die Inhalte und der Umfang der Ausbildung von Laserschutzbeauftragten festgelegt.

Das Regelwerk der Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft / Unfallkasse) wird unter http://www.dguv.de/inhalt/medien/datenbank/index.jsp angeboten.