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KomNet-Wissensdatenbank

Muss die Erholungsdauer bei belastender Tätigkeit mit Atemschutz arbeitsfrei bleiben oder sind leichte Tätigkeiten zumutbar?

KomNet Dialog 11581

Stand: 29.07.2010

Kategorie: Belastungen durch Biostoffe > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (6.1) > Sonstiges (6.1.3)

Dialog
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Frage:

In der GUV R 190 sind Richtzeiten zu Tätigkeiten mit Atemschutz angegeben. Wir verwenden bei der Pflege von TBC-Patienten FFP 2 Masken mit Ausatemventil, die Arbeitsschwere würde ich in die Kategorie A 1 einstufen, damit wäre dann eine Tragezeit von 180 min möglich. Eine Erholungsdauer von 30 min wird empfohlen. Können in dieser Zeit andere leichte Tätigkeiten (natürlich ohne Atemschutz) ausgeführt werden oder darf der Mitarbeiter wirklich 30 min nichts tun?

Antwort:

Nach BGR/GUV-R 190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" (http://www.dguv.de/inhalt/medien/datenbank/index.jsp) ist die Erholungsdauer folgendermaßen definiert:
Erholungsdauer ist der Zeitraum zwischen zwei fortwährenden Benutzungen eines Atemschutzgerätes, der zur Erholung dient. Die Erholungszeit schließt eine leichte körperliche Arbeit nicht aus.

Hinweis: Tragezeitbegrenzungen sollen eine Überbeanspruchung des Gerätträgers vermeiden. Die Festlegung konkreter Tragezeiten / Erholungszeiten erfordert eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung eines Arbeitsmediziners.

Welche leichte körperlichen Tätigkeiten durchgeführt werden können, ist im Rahmen Ihrer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und festzulegen.