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KomNet-Wissensdatenbank

Habe ich mit 52 Jahren noch eine Chance zu einer Ausbildung als Altenpflegerin? Habe ich ein Recht auf Fördermittel?

KomNet Dialog 11568

Stand: 10.02.2014

Kategorie: Orientierung, Weiterbildung, Jobstart > Aus- und Weiterbildung > Ausbildung und Umschulung

Dialog
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Frage:

Habe ich mit 52 Jahren, zur Zeit absolviere ich einen 30- Stunden-Job, überhaupt noch eine Chance eine Ausbildung als Altenpflegerin zu erlernen? Habe ich ein Recht auf Fördermittel?

Antwort:

Eine Altersbegrenzung für die Aufnahme einer Altenpflegeausbildung gibt es nicht. Wer die Voraussetzungen nach § 6 Altenpflegegesetz für die Ausbildung als Altenpflegefachkraft erfüllt, kann sich für eine Ausbildung bei einem Altenpflegeseminar/Altenpflegeschule bewerben.

Die Zugangsvoraussetzungen nach § 6 Altenpflegegesetz sind:
- persönliche und gesundheitliche Eignung und
- mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) oder Hauptschulabschluss nach Klasse 10 oder
- Hauptschulabschluss und eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung bzw. eine einjährige abgeschlossene staatlich anerkannte Ausbildung als Kranken- oder Altenpflegehilfe.
 Die Ausbildung dauert drei Jahre und besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht in der Altenpflegeschule sowie einer praktischen Ausbildung, dessen Anteil überwiegen muss, bei einem Träger eines Altenpflegeheims oder  einer ambulanten Pflegeeinrichtung (die mind. zu 50 % in der Altenpflege tätig ist). Viele Schulen kooperieren mit Altenpflegeeinrichtungen, die die praktische Ausbildung übernehmen. Wo das nicht der Fall ist, muss man sich sowohl für die Schule wie für die Einrichtung extra bewerben. Während der Ausbildung muss der Träger eine Ausbildungsvergütung zahlen.

Hier gelten verschiedene Tarifverträge, je nach Verbandszugehörigkeit des Trägers (Kommunen, Kirchen, Wohlfahrtsverbände oder private gewerbliche Einrichtungen). Die theoretische Ausbildung wird i.d.R. über Landeszuschüsse an die Träger der Altenpflegeschulen finanziert. Insofern entfällt hiermit die Frage nach Fördermitteln, da keine weiteren Kosten entstehen. Weitere Informationen auf der Internetseite des zuständigen Ministeriums in NRW:
www.mgepa.nrw.de/pflege/pflegeberufe/index.php

Hinweise:
Information: Die Internetplattform Forum W bietet Frauen und Männern, die nach einer längeren Familienzeit beruflich wieder einsteigen wollen, umfassende Informationen, Anregungen und Servicetipps, die den Jobeinstieg erleichtern und die Chancen beim Wiedereinstieg verbessern.

Beratung: Kostenlose Beratung zur beruflichen Entwicklung bietet ein Förderprogramm des  Landes Nordrhein-Westfalen.Die nächstgelegene professionelle Beratungsstelle ist hier zu finden Weiterbildungsberatung

Förderung: Der Erhalt von Bildungsschecks ist für Berufsrückkehrende möglich, so dass diese – neben Beschäftigten – vom Land Nordrhein-Westfalen, mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, einen Zuschuss  für ihre berufliche Weiterbildungsmaßnahme erhalten können.