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Meßverpflichtung nach TRGS 402 - Abstände von Messungen an Arbeitsplätzen, an denen technisch bedingt Grenzwerte nicht eingehalten werden und Mitarbeiter permanent Atemschutz tragen?

KomNet Dialog 115

Stand:

Kategorie: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Zulässige Belastungen > Schadstoffermittlung, Messungen

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Frage:

Meßverpflichtung nach TRGS 402 - in welchen Abständen muß der Arbeitgeber an Arbeitsplätzen Messungen durchführen, an denen technisch bedingt Grenzwerte nicht eingehalten werden und Mitarbeiter mit Zustimmung der Behörden permanent Atemschutz tragen?

Antwort:

Die TRGS 402 .Ermittlung und Beurteilung der Konzentration gefährlicher Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen. legt als zentrale Messvorschrift die Verfahren zur Ermittlung und Überwachung der Luftgrenzwerte (TRGS 900) im einzelnen fest. Die Ermittlung und Beurteilung von Gefahrstoffkonzentrationen erfolgt in zwei Stufen. Alle Einzelschritte zur erstmaligen Feststellung der Grenzwerteinhaltung (und evtl. Maßnahmen zur Herabsetzung der Expositionskonzentration) werden in der Arbeitsbereichsanalyse zusammengefasst einschließlich des Messverfahrens für den Kontrollmeßplan. Kontrollmessungen werden im Anschluß an die Arbeits-bereichsanalyse je nach Ausmaß der Grenzwertunterschreitung in einem Abstand von 16 bis 64 Wochen fällig. Wechselnde Gefahrstoffe z.B. oder nicht einhaltbare Grenzwerte am Arbeitsplatz machen Sonderregelungen notwendig,in Nummer 5 der TRGS 402 sind dafür einige Beispiele aufgeführt. Die Beantwortung der Frage,in welchen Abständen an o.g. Arbeitsplatz Messungen durchgeführt werden müssen,ist nur unter genauerer Kenntnis des Arbeitsbereiches möglich. Die in der Frage aufgeführte Sondergenehmigung einer Behörde - das Tragen von permanentem Atemschutz der Beschäftigten bei dieser Arbeit - sollte auch Anlaß dafür sein,mit dieser Behörde zusammen ein Überwachungs- und Risikominimierungs-konzept zu erarbeiten. (Stand: 09.11.1999)