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KomNet-Wissensdatenbank

Wird die vorgeschriebene Breite von Notausgängen in absehbarer Zeit durch technische Regeln konkretisiert?

KomNet Dialog 11451

Stand: 14.07.2010

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Notausgänge, Türen und Tore im Verlauf von Fluchtwegen

Dialog
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Frage:

Die Arbeitsstättenverordnung sieht für eine Sporthalle in betrieblicher Nutzung als Arbeitsstätte eine von der maximalen Nutzerzahl abhängige Breite der Notausgänge vor. Wird diese Zahlenwertvorgabe in absehbarer Zeit durch die Einführung einer einschlägigen technischen Regel fortgeschrieben, weiter konkretisiert oder anderweitig abgeändert?

Antwort:

Im Anhang zur Arbeitsstättenverordnungwird unter Ziffer 2.3 gefordert, dass sich Fluchtwege und Notausgänge in Anzahl, Anordnung und Abmessung nach der Nutzung, der Einrichtung und den Abmessungen der Arbeitsstätte sowie nach der höchstmöglichen Anzahl der dort anwesenden Personen richtet. Ähnliches fordert die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen im § 38: "Notwendige Flure müssen so breit sein, dass sie für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen". "Notwendige Flure sind Flure, über die Rettungswege ... ins Freie führen".

Präzisiert wird die Forderung der Arbeitsstättenverordnung durch die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR -A2.3"Fluchtwege, Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan". In dieser ASR  finden Sie unter Ziffer 5.3 eine Tabelle, in der die Mindestbreite der Fluchtwege in Abhängigkeit von der Höchstzahl von Personen, die im Bedarfsfall den Fluchtweg benutzen, vorgegeben ist.