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KomNet-Wissensdatenbank

Wer darf eine Gefahrenmeldeanlage (Hausalarm) zurücksetzen?

KomNet Dialog 11147

Stand: 31.05.2010

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Rechts- und Auslegungsfragen, Sonstiges (9.1.11)

Dialog
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Frage:

Wir verfügen über eine Gefahrenmeldeanlage (Hausalarm) in unserer Liegenschaft. Wer darf nach einer Alarmauslösung diesen zurücksetzen? Welche Qualifikation ist erforderlich, um den Weiterbetrieb zu gewährleisten? Muss in jedem Fall der Service der Herstellerfirma benachrichtigt werden? Wie verändert sich der Sachverhalt, wenn diese Anlage Teil einer Gefahrenmeldeanlage ist, die Gefahren selbstständig erkennen kann im Hinblick auf die Qualifikation des "Wiederinbetriebnehmers"?

Antwort:

In der Regel ist es für das Zurücksetzen von Gefahrenmeldeanlagen nicht erforderlich, dass der Service der Herstellerfirma benachrichtigt werden muss.

Insbesondere aber nach Fehlalarmen ohne erkennbaren Grund empfiehlt sich eine Überprüfung der Anlage (z. B. aus Nr. 6.1.2. DIN VDE 0833 Teil 2:2004-02 "Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall: Teil 2: Festegungen für Brandmeldeanlagen"; http://www.vde-verlag.de/normen/suchen.html).
Möglicherweise führt das in dem beschriebenen Fall aufgrund bestehender Wartungsverträge zu einer Benachrichtigung der Herstellerfirma.

Die Frage, wer den Alarm zurücksetzen darf, richtet sich nach dem Zweck der Anlage und hängt von der hausinternen Organisation ab. Die Person muss zumindest eingewiesen sein. Wenn Gefahren selbstständig von der Anlage erkannt werden, muss zumindest geprüft werden, ob die von der Anlage erkannte Gefahr vorliegt. Da diese Anlagen oft aufgrund z. B. baurechtlicher Vorgaben (siehe u. a. Baugenehmigung) gefordert sind, sind die sich aus diesen Vorgaben ergebenden Randbedingungen zu berücksichtigen.