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Ist es grundsätzlich nötig, eine Mittelspannungsanlage mit Panikschlössern auszurüsten, um ein "Eingeschlossenwerden" zu verhindern?

KomNet Dialog 11041

Stand: 14.05.2010

Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Notausgänge, Türen und Tore im Verlauf von Fluchtwegen

Dialog
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Frage:

Ist es grundsätzlich nötig, eine Mittelspannungsanlage mit Panikschlössern auszurüsten, um ein "Eingeschlossenwerden" zu verhindern?

Antwort:

Die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sind grundsätzlich im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und festzulegen. Ansatzpunkte ergeben sich u.a. im Hinblick auf die Forderung eines Notausgangs aus der Arbeitsstättenverordnung sowie der Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.3 www.baua.de und dem VDE-Vorschriftenwerk. So enthält die VDE 0100-731 „Elektrische Betriebsstätten und abgeschlossene elektrische Betriebsstätten“ Anforderungen an Zugangstüren; diese Norm gilt zwar nur bis 1000 V, aber sinngemäß kann man diese bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung anwenden. Gemäß Ziffer 5.3 gilt für die Zugangstüren von abgeschlossenen elektrischen Betriebsstätten:
- Sie müssen nach außen aufschlagen.
- Türschlösser müssen so beschaffen sein, dass der Zutritt unbefugter Personen verhindert ist, in der Anlage befindliche Personen diese aber ungehindert verlassen können.