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KomNet-Wissensdatenbank

Wie sind Aufzeichnungen im Werkverkehr zu führen?

KomNet Dialog 10884

Stand: 28.04.2010

Kategorie: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Sozialvorschriften im Straßenverkehr > Digitales Kontrollgerät

Dialog
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Frage:

Aus gegebenem Anlass möchte ich folgende Frage aus dem Bereich des Güterkraftverkehrs an Sie richten. Am besten erläutere ich aus der täglichen Praxis: Die Anfrage bezieht sich auf den Bereich Werksverkehr! Ich bin Teilzeitangestellter bei einer Firma, die ihren Warentransfer per Lkw und Transporter ausschliesslich im Werksverkehr abwickelt. Wie ist die Vorgehensweise, wenn der Fahrer nach ca. 3 Stunden Fahrertätigkeit auf dem Firmen-Lkw 7,49 to (mit analoger Tachoscheibe) auf den Firmentransporter (ca. 3,8 to, ohne Aufzeichnungsgerät) wechselt, um z.B. ein Paket zur Post, oder Kleinteile zum Subunternehmer zu bringen. Zu bemerken wäre: es handelt sich stets um firmeneigene Produkte! Muss der Fahrer die im Lkw geführte Tachoscheibe entnehmen und mit sich führen und sie nach beendeter Transportertour wieder in den Tachomat des Lkw einlegen? Muss für die Transportertour neben dem Fahrtenbuch des Transporters ein anderes Aufzeichnungsmedium geführt werden, oder muss gar nach Beendigung der Transportertour und dem wieder aufgenommenen Lkw-Werksverkehr eine n e u e Tachoscheibe in den Lkw eingelegt werden?

Antwort:

Für die Einhaltung der Sozialvorschriften im Straßenverkehr ist es nicht relevant, ob das Fahrzeug nach Güterkraftverkehrsgesetz im Werksverkehr eingesetzt wird.
Die Sozialvorschriften im Straßenverkehr sind einzuhalten.
Wenn der Firmentransporter wie angegeben eine zulässige Gesamtmasse von über 3,5 t haben sollte, ist dieser entsprechend Fahrpersonalverordnung mit einem Kontrollgerät auszurüsten.
Das Schaublatt aus dem Firmen-LKW ist dann nach Vermerk auf der Rückseite des Schaublattes in das Aufzeichnungsgerät des Firmentransporters einzulegen. Dies gilt auch für alle andern Fahrzeugwechsel.
Sollte der Firmentransporter jedoch nur eine Gesamtmasse von bis 2,8 t haben, können die Arbeitszeiten auf der Rückseite des Schaublattes (Abdruck Tageskontrollblatt) handschriftlich durch einen Strich in dem entsprechendem Feld erfasst werden.
Sollte das Fahrzeug eine Gesamtmasse von über 2.8t bis 3,5t haben sind die Zeiten im Tageskontrollblatt zu erfassen.
In beiden Fällen ist das Schaublatt bei Übernahme des Firmen-LKW wieder in das Kontrollgerät einzulegen.
Auf die Rechtsvorschriften und Informationen unter www.bag.bund.de weisen wir  hin.

Stand: April 2010