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KomNet-Wissensdatenbank

Ist beim Umgang mit tiefgefrorenen Produkten persönliche Schutzausrüsung zu verwenden?

KomNet Dialog 10735

Stand: 07.04.2010

Kategorie: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Benutzung von PSA

Dialog
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Frage:

Bei meiner Arbeit fallen Tätigkeiten an, bei denen ich Beutel mit tiefgefrorener Kochsalzlösung aus dem Eisschrank in eine Eisbox packen muss. Das Eis hat zwischen -18 und -38 Grad. Ist dieser Vorgang ohne Schutzhandschuhe o.ä. zulässig? Es ist unumgänglich, diese Beutel in die Hand zu nehmen, eine Zange o.ä. könnte diese beschädigen.

Antwort:

Grundsätzlich gilt, dass der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermitteln und festlegen muss, ob und welche persönliche Schutzausrüstung nötig ist (§ 2 PSA-BV i.V.m. § 5 Arbeitsschutzgesetz).
Persönliche Schutzausrüstung wie Schutzkleidung muss dann entsprechend der Persönliche Schutzausrüstungen - Benutzungsverordnung (PSA-BV) www.gaa.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/16050/ den Beschäftigten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden.
Unter www.fleischerei-bg.de/hautschutz/downloads/kaelteschutzempfehlungen.pdf sowie www.arbeitsministerium.bayern.de/arbeitsschutz/technisch/schutzkleidung.pdf werden konkrete Informationen bezüglich Handschutz beim Umgang mit kalten Medien gegeben. Diese Informationen sind sinngemäß auch auf andere Tätigkeiten anzuwenden, bei denen mit kalten Medien umgegangen wird.
Demzufolge ist das Handling mit -18 bis -38 °C kalten Medien ohne Schutzhandschuhe nicht zulässig.

Stand: April 2010