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KomNet-Wissensdatenbank

Montage von Rohrleitungen für den Transport von verdünnter Natronlauge

KomNet Dialog 1052

Stand:

Kategorie: Gesunde Arbeit / Arbeitsschutz > Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Leitungen unter innerem Überdruck

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Frage:

Dürfen Rohrleitungen für den Transport von verdünnter Natronlauge(ca. 10 %ig), die im Verkehrsbereich in Deckenhöhe verlegt sind, lösbare Verbindungen wie Flansche oder Verschraubungen haben oder müssen die Verbindungen `unlösbar` (z. B. verschweißt) sein. Hintergrund: An einer Schraubverbindung trat ein Tropfen Natronlauge aus und verletzte einen Mitarbeiter leicht am Auge.

Antwort:

Rohrleitungen müssen so beschaffen sein, dass sie den aufgrund der vorgesehenen Betriebsweise zu erwartenden mechanischen, chemischen und thermischen Beanspruchungen sicher genügen und dicht bleiben. Sie müssen so verlegt und betrieben werden, dass Beschäftigte oder Dritte nicht gefährdet werden. Um die Dichtheit gewährleisten zu können, sollten für Rohrleitungen mit ätzenden Stoffen möglichst Flansche mit Nut und Feder, Vor- und Rücksprung oder mit vergleichbarer Konstruktion verwendet werden. Normalflansche (Glattflansche) sind mit einem Spritzschutz bzw. Tropfschutz zu versehen.

Wenn in der Rohrleitung zur Fortleitung von verdünnter Natronlauge (Ätzend) ein Betriebsüberdruck von mehr als 0,5 bar vorhanden ist oder entstehen kann, so ist die Rohrleitung gem. Betriebssicherheitsverordnung -BetrSichV wiederkehrend zu prüfen. In Abhängigkeit vom Nenndurchmesser und Betriebsüberdruck muß diese Prüfung durch eine befähigte Person oder eine zugelassene Überwachungsstelle durchgeführt werden.